Warum ein Segelschein auch im Binnenland sinnvoll sein kann

„Wir fahren um sieben los“, dieser Satz tönt fast an jedem Urlaubsvorabend durch unser Haus und um kurz nach acht Uhr am nächsten Morgen, wenn die Türen des Autos zufallen und der Motor läuft, lachen wir herzlich darüber!

Das Auto ist diesmal unglaublich aufgeräumt für einen Skiurlaub, die Dachbox hat sich schon gelohnt noch bevor wir überhaupt los gefahren sind. Wir starten bei grauem Himmel in Richtung Berge und mit jedem Kilometer wird der Himmel düsterer, der Regen mehr, der Wind stärker und die Verkehrsnachrichten gruseliger. Pünktlich zum Skiurlaub hat Burglinde, der hoch sympathische Januar-Orkan das Land erreicht. Bereits bei Nürnberg geht der Blick eigentlich ununterbrochen gen Dachbox und die Frage ob wir wohl mit Box und Ski in Südbayern ankommen ist allgegenwärtig. Hinter Ingolstadt beginnt der Wahnsinn, und unser knapp 2 Tonnen Schiff weht es von einer Spur auf die andere und zurück. Wie man inzwischen nun sagen kann, auch Autofahren kann Muskelkater zur Folge haben. In den Handgelenken. Die Fahrt war ein Abenteuer, auf einer deutschen Autobahn sich fühlen, als säße man in einer Nussschale in der Magellanstraße mit all ihrem komplizierten Wetter.

Nachdem nun auch die ersten Bergbahnen den Betrieb einstellten, war schnell klar, dass sich die frühe Abfahrt zu Gunsten eines Anreisetags auf Skiern, auch nicht rentiert hat. Aber bei all dem Wind und Regen hätten wir hier definitiv weniger Spass gehabt, als bei unserem absolut spannenden Besuch des „Haus der Berge“, wie das Nationalparkzentrum Berchtesgaden heißt. Die Ausstellung zur „Vertikalen Wildnis“ der Alpen war spannend und durch die narrative Ausstellungsarchitektur für Kinder, wie Erwachsene zu gleich sehr kurzweilig.

Im Hotel, alias Feuerwehrerholungsheim Bayerisch Gmain, erwartete uns am späten Nachmittag schon das Schwimmbad und die Sauna, welche auch die folgenden Skitage zu einem entspannten Ausklang brachte. Und es wartete bereits eine Familie die wir hier vor einem Jahr bereits kennen gelernt hatten auf uns. In der Sauna trafen wir zufällig noch ein Pärchen vom letzten Jahr und so waren auch die amüsenten Abende an der Bar wieder gesichert.

Für den Pistenspaß haben wir uns, wie bereits die letzten beiden Male wieder das Skigebiet in Lofer ausgesucht. In 20 Minuten Entfernung erwartet hier gerade Familie ein perfektes Areal, viele blaue Pisten, übersichtlich trotz über 30 Pistenkilometer und bezahlbare Skipässe und Hütten. Wir bevorzugen hier seit dem letzten Urlaub die Kechtalm, unterhalb des Schwarzeck, etwas am Rande des Skigebiets hat man hier ein unglaubliches Panorama auf die umliegende Bergwelt, freundlichen Service und gute Qualität zu ordentlichen Preisen.

Da wir dieses Jahr nur drei Nächte gebucht hatten, ging der Urlaub wieder viel zu schnell zu Ende. Da wir aber im Herbst bereits den Campingplatz Grubhof bei Lofer für uns entdeckt haben und die Gemeinde ein kostenloses Skibusnetz hat, werden wir sicherlich wieder hier her kommen und dann auch mal mutig, die Sache mit dem Wintercamping ausprobieren.

Kannten wir vor einem Jahr dieses Fleckchen Erde zwischen Lofer und Bayerisch Gmain so überhaupt nicht, fühlt sich Urlaub hier inzwischen an, wie nach Hause kommen.

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