Sommerhaus im Februar

Nach der Euphorie und Motivation im Januar hat uns die Realität und vorallem das Wetter eingeholt. Erst Schnee über Schnee, dann Grippe in der ganzen Familie und nun zweistellige Minusgrade.

Der Plan steht auch weiterhin, viele Punkte konnten wir im Februar aber nicht abarbeiten:
– 100kg Müll wurden ins Heizkraftwerk gebracht
– der Sperrmüll wurde pünktlich zum Monatswechsel heute morgen noch abgeholt
Außerdem haben wir einen Kompost im vorderen Bereich abgebaut und hinter der Laube wieder aufgebaut und auch gleich mit den Resten des Rindenmulchs vom Weg aufgefüllt. Der Weg ist auch noch ein Projekt auf dem dieses Jahr unser Fokus liegt.

Nun steht für März auf jedenfall ein Pflanzplan auf der Do-It Liste, sobald der Boden zumindest oberflächlich getaut ist, werde ich den Weg fertig machen und dann bräuchten die Apfelbäume noch ein paar Schnitte, aber dafür ist es aktuell noch zu kalt. Und dann wird aber auch wirklich spätestens im Osterurlaub die Laube von ihrer Innenverkleidung befreit.

Wir haben uns bereits einen Überblick verschafft, das Ständerwerk der Laube ist in Ordnung und wir haben keine Dämmung dazwischen, was die Sanierung zumindest in Sache Müll vereinfacht. Nachdem nun auf unserem überdachten Sitzplatz nach entfernen des Sperrmülls wieder Platz ist, werden wir die restlichen Möbel für den Zeitraum der Sanierung dort unterbringen.
Auch die Decke lässt sich wohl relativ einfach entfernen, jedoch nur mit Ganzkörperanzug und gutem Mundschutz, denn Milliarden von Insektenleichen rieselten bereits bei unseren „Probelöchern“ in den Innenraum.
Wie wir die Decke am Ende gestalten wissen wir noch nicht, eigentlich würden wir die Decke nur ungern wieder abhängen, sondern bis in den Giebel offen lassen um etwas Raum zu gewinnen. Die Wände werden mit lasierten Profilbrettern verkleidet und dann noch die Fenster und die Tür neu lackieren!
Klingt jetzt ziemlich einfach, aber ich hoffe, dass wir bis Juni fertig sind. Da möchte ich dann eigentlich meinen Abschied mit den jetzigen Arbeitskollegen im Garten feiern – es bleibt also spannend.

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Hallo Sommerhaus!

Wir renovieren unser Sommerhaus. Unser Landhaus. Unser Feriendomizil. Das Zweithaus. Bevor nun alle denken es sei der Wohlstand ausgebrochen: alle anderen nennen es schäbige Gartenlaube.

Trotz Wohnmobil und Zelt kommen wir einfach viel zu selten raus, weil die ganze Familie kein wirkliches Talent hat, Wochenenden wirklich frei zu halten. Seit nun fast vier Jahren besitzen wir jedoch einen Schrebergarten, mit dem Rad 10 Minuten entfernt von unserem zu Hause. Ganz hübsch gelegen, am Rande einer kleinen Kolonie direkt am Waldrand. Der Garten hat 250 Quardatmeter und wird auch dieses Jahr wieder all unser Gemüse und ein wenig Obst in den Sommermonaten liefern. In diesem Garten steht also unser Sommerhaus, man ahnt, Sommerhaus ist wohl etwas übertrieben.
12,87 Quadratmeter, rechteckiger Grundriss. Eine Tür, zwei Fenster, zwei Meter Deckenhöhe – ein Loch! Aber ich hab diesen Traum, vom erholsamen Rückzugsort für ein oder zwei Nächte im Monat, wenn es das Wetter erlaubt.

Als ich den Garten 2014 übernommen hatte, machte man mit Betreten der Laube eine Zeitreise in vergangene Jahrzehnte, Eiche-rustikal Essecke, Tapeten aus den 70ern und Küchenmöbel aus den 50ern. Es roch muffig, der Boden war aus zig PVC-Reststücken zusammen geflickt und in den Wänden steckten unzählige Nägel und Schrauben. Wir rissen die Tapeten ab, spachtelten Löcher und entsorgten Säckeweise unnötigen Kram aus, auf und hinter Schränken. Wir strichen neu, verlegten neuen PVC und stellten fest: es wird nicht schöner! Und so sieht es nun aus, weiße Wände, weiße Decke, immer noch Löcher in den Wänden runtergekommene Möbel und ein Boden, den ich so nie hätte kaufen dürfen…

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Nachdem ich Pinterest und vorallem Instagram für mich entdeckt habe, wurde viel gestöbert und recherchiert. Ich habe unzählige Ideen gesammelt und Blogs gelesen und in mir reifte der Plan nach Veränderung. Nach dem Esstischbau im Dezember und dem damit neu entdeckten handwerklichen Talent erscheint diese Idee des Projekts „Alles neu in der Laube“ zumindest nicht mehr ganz so unmöglich wie noch vor ein paar Wochen. Und so gab es nun zumindest mal einen Plan!
Die Möbel sind leer geräumt, der Sperrmüll auf einem Berg vor der Laube und die Möbel die verschenkt wurden, warten auf ihre neuen Besitzer, die am Wochenende hoffentlich für mehr Platz in der Laube sorgen werden. Der Wetterbericht spricht für das kommende Wochenende nicht für uns, aber bei Minusgraden macht die Arbeit in der Laube, ohne Isolierung einfach auch keinen Spass. Also bleibt solange nur abwarten und Tee trinken. Damit ihr aber schon mal einen Eindruck habt, gibts noch ein paar Vorher-Fotos!